Die Wohngebäudeversicherung: Rundum-Schutz für Ihre vier Wände

Eine eigene Immobilie gehört in der Regel zu den teuersten Anschaffungen, die wir uns im Leben leisten. Das eigene Haus ist der Rückzugsort vom Alltag, hier findet das Leben mit der ganzen Familie statt. Hier wachsen die Kinder auf, hier entspannt man vom stressigen Berufsleben. Doch wie sieht es eigentlich mit der Absicherung dieses Wohlfühlorts aus?

Wer zahlt, wenn das Objekt durch einen Blitzschlag in Brand gerät und bis auf die Grundmauern abbrennt? Wer kommt für den Schaden auf, wenn ein LKW in einer engen Straße ins Schleudern gerät und plötzlich mit dem Führerhaus im Wohnzimmer steht? Was auf Bildern spektakulär aussieht, hat für den Besitzer erhebliche Auswirkungen.

Die Beseitigung solcher Schäden ist teuer, und wer dann nicht umfassend abgesichert ist, muss sehr tief in die eigene Tasche greifen. Eine Wohngebäudeversicherung ist deshalb dringend erforderlich, um Sie finanziell vor teuren Schäden an Ihren vier Wänden zu schützen.

Fester Bestandteil einer Finanzierung

Spätestens beim Kauf einer Immobilie kommen Sie zum ersten Mal mit der Wohngebäudeversicherung in Berührung. In vielen Bundesländern ist die Wohngebäudeversicherung eine Pflichtversicherung. Sie muss mindestens das Risiko „Feuer“ abdecken, denn bei einem Brand könnte das gesamte Objekt bis auf die Grundmauern zerstört werden. Deshalb fordern die meisten Banken mindestens eine Brandversicherung, bevor sie die Finanzierung genehmigen. Beim Kauf geht eine bestehende Brandversicherung meist auf den Käufer über, so dass er sich zunächst nicht darum kümmern muss. Allerdings besteht natürlich die Möglichkeit, die Versicherung nach einiger Zeit zu kündigen und die Gesellschaft zu wechseln. Das kann sinnvoll sein, wenn die Wohngebäudeversicherung sehr teuer ist. Bevor Sie die Versicherung nach einem Kauf sofort kündigen, sollten Sie sich etwas Zeit lassen. Schließen Sie zunächst den Kauf in aller Ruhe ab und warten Sie erst einmal ab, bis Sie sich in Ihrem neuen Zuhause eingelebt haben. Dann ist immer noch Zeit genug, sich um eine neue Wohngebäudeversicherung zu kümmern und um die Preise und die Leistungen zu vergleichen.

Vier Risiken sind in jeder Police versichert

Mit der Wohngebäudeversicherung verhält es sich wie mit jeder anderen Versicherung: Die Preise und die Leistungen unterscheiden sich. Die folgenden vier Gefahren sind aber immer versichert. Schäden aus Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel sind bei einer Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass es spezifische Definitionen für jede dieser Gefahren gibt. Ein Feuer entsteht zum Beispiel häufig aus einem Blitzeinschlag. Auch eine Explosion, eine Überspannung oder ein Brand können ursächlich sein. Schäden aus Leitungswasser entstehen meist durch einen Rohrbruch, der auch durch Frost verursacht sein kann. Bei vielen Versicherungen wird genau unterschieden zwischen Leitungswasserschäden und Schäden aus anderem Wasser. Das kann zum Beispiel ein Wasseraustritt aus einer Heizung oder aus einem Wasserbett sein.

Beim Abschluss der Versicherung ist genau darauf zu achten, welches Risiko ursächlich für den Schaden ist und was genau versichert ist. Ein Sturm wiederum ist nicht nur ein starker Wind. Sturm ist definiert als Wind mit einer Stärke von mindestens 8. Im Fall eines Schadens müssen Sie beweisen, dass er durch einen Sturm ausgelöst wurde. Üblicherweise wird der aktuelle Wetterbericht als Nachweis für einen Sturm herangezogen, denn hier wird von einem entsprechenden Ereignis gewarnt. Kommt es zu einem solchen Schaden, ist übrigens auch ein Folgeschaden versichert. Er entsteht zum Beispiel, wenn bei einem Sturm das Dach abgedeckt wurde und es in das Dachgeschoss hinein regnet.

Feste Installationen sind versichert

Neben dem eigentlichen Gebäude sind noch weitere Einrichtungen der Immobilie versichert. In erster Linie sind dies Gegenstände, die mit dem Gebäude fest verbunden sind. Haupt- und Nebengebäude, Garagen, Carports, Gartenhäuser oder Geräteschuppen sind versichert. Aber auch die fest installierten Bestandteile wie Markisen und Einbauküchen, Antennen oder Alarmanlagen sind im Versicherungsschutz abgedeckt. Etwas anders sieht es zum Beispiel bei Photovoltaikanlagen aus. Sie sind im Versicherungsumfang nicht immer abgedeckt. Wenn Ihr Haus also mit einer Solaranlage ausgestattet ist, sollten Sie beim Abschluss der Wohngebäudeversicherung darauf achten, dass sie entsprechend abgesichert ist. Ein Schaden an einer Photovoltaikanlage kann durchaus teuer werden, selbst wenn nur einzelne Solarplatten ausgetauscht oder repariert werden müssen. Deshalb lohnt es sich, beim Abschluss der Versicherung darauf zu achten, dass diese Leistung inbegriffen ist. Sollten Sie Ihr Wohngebäude nachträglich mit einer Solaranlage ausstatten, achten Sie darauf, dass der Versicherungsschutz entsprechend ergänzt wird. So vermeiden Sie, dass Sie die Kosten im Fall des Falles selbst zahlen müssen.

Nicht zu verwechseln ist die Wohngebäudeversicherung übrigens mit der Hausratversicherung. Auch sie kommt für Schäden aus Feuer, Leitungswasser oder Sturm auf, doch sie umfasst nicht die fest angebrachten Gebäudeteile. Die Hausratversicherung greift vielmehr für den Hausrat und damit die eher beweglichen Teile in Ihrer Wohnung. Dazu gehören zum Beispiel die Möbel, das Geschirr oder Ihre Kleidung. Im Idealfall schützen Sie Ihr Eigentum durch eine Wohngebäudeversicherung und eine Hausratversicherung, um im Fall des Falles vollumfänglich abgesichert zu sein.

Diese Kosten sind versichert

Von großer Bedeutung sind bei einer Wohngebäudeversicherung auch die mitversicherten Kosten. Dazu gehören die Abbruch- und Aufräumkosten, die Reparatur- und Wiederherstellungskosten und die Schutzkosten. Abhängig von der Art und der Höhe des Schadens können diese Kosten durchaus in unterschiedlicher Hinsicht angesprochen werden. Abbruchkosten fallen zum Beispiel an, wenn ein Gebäude bis auf die Grundmauern abgebrannt ist, so dass nur noch ein Abriss sinnvoll ist. Von Aufräumkosten spricht man bei einem Sturmschaden, wenn Bäume, Äste und Steine vom Grundstück zu entfernen sind. Reparaturkosten fallen typischerweise an, wenn ein Sturm- oder Wasserschaden noch repariert werden kann. Wiederherstellungskosten sind eher fällig, wenn das Gebäude neu gebaut werden muss. Eine Wohngebäudeversicherung deckt diese Schäden ab, weil es abhängig vom Schaden zu sehr unterschiedlichen Kosten kommen kann. Deshalb muss eine Wohngebäudeversicherung die unterschiedlichsten Kostenarten berücksichtigen und im Versicherungsumfang abdecken. Nur dann haben Sie im Schadensfall einen vollumfänglichen Schutz.

Was es mit den Elementarschäden auf sich hat

Die Elementarschadenversicherung sollte die Wohngebäudeversicherung ergänzen. Zu den Elementarschäden gehören Schäden aus Hochwasser oder Schneedruck, aus Erdrutschen, Lawinenabgang oder Erdbeben. Nicht in jeder Region ist eine Elementarschadenversicherung nötig. Die Gefahr von Hochwasser allerdings nimmt seit einigen Jahren stetig zu, wobei es in Deutschland ganz bestimmte Regionen gibt, die besonders gefährdet sind. Leben Sie in einer solchen Region, sollten Sie sich um eine Elementarschadenversicherung kümmern. Sie ist zwar nicht zwingend erforderlich, ergänzt Ihren Schutz aber wirkungsvoll, wenn sich abzeichnet, dass die entsprechenden Elementarschäden in Ihrer Region häufiger auftreten. Nichts ist schlimmer als ein Hochwasserschaden, der von der Versicherung nicht bezahlt wird, weil Sie keine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben. Müssen Sie einen solchen Schaden nämlich aus eigener Tasche bezahlen, sind die finanziellen Folgen viel höher als der Beitrag für die Elementarschadenversicherung. Deshalb lohnt es sich, diesen zusätzlichen Baustein Ihrer Wohngebäudeversicherung von Anfang an zu berücksichtigen.

Tarife vergleichen spart bares Geld

Wie jede andere Versicherung sollten Sie auch die Tarife für die Wohngebäudeversicherung vergleichen, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Preise und Leistungen unterscheiden sich zum Teil enorm, so dass Sie hier viel Geld sparen können. Einen Vergleich der Tarife können Sie online durchführen. Sind Sie sich nicht sicher, welcher Versicherungsschutz für Sie optimal ist, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Wir unterstützen Sie dabei, den besten Schutz für Ihre Immobilie zu finden, damit Ihr Traumhaus gut und günstig abgesichert ist.

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