Bauleistungsversicherung

Die Bauleistungsversicherung: Damit Schäden auf Deiner Baustelle bezahlbar bleiben

Durch einen Diebstahl geht Material auf Deiner Baustelle verloren, ein Unwetter richtet enorme Schäden an: Mit einer Bauleistungsversicherung schützt Du Dich als Bauherr vor den finanziellen Folgen. Die Bauleistungsversicherung deckt Schäden während der Bauzeit ab, die Du auch bei größter Vorsicht nicht vorhersehen kannst. Dazu gehören Unwetter wie Stürme oder Überschwemmungen, aber auch Vandalismus oder sogar Fahrlässigkeit.

Warum brauchst Du eine Bauleistungsversicherung?

Ein Herbststurm fegt über Deine Region hinweg, er reist Bäume um und deckt Dächer ab. Auf Deiner Baustelle fliegt gelagertes Baumaterial herum, das nach dem Sturm nicht mehr zu verwenden ist. Vielleicht reißt der Sturm das Baugerüst ein, es muss neu aufgestellt werden. Außerdem ist der Schaden zu reparieren, der beim Sturz entstanden ist. In der Nacht haben Randalierer auf Deiner Baustelle ihr Unwesen getrieben. Sie haben Baumaterial mutwillig vernichtet, es ist nun nicht mehr zu gebrauchen. Und durch starke Regenfälle wurde der Beton völlig durchnässt, der sicherheitshalber in einem Schuppen gelagert war. Solche Fälle sind nur einige Beispiel für Schäden, die durch eine Bauleistungsversicherung abgedeckt sind. Hast Du diese Versicherung nicht, musst Du den entstandenen Schaden selbst zahlen. Das kann zum Beispiel die Neubeschaffung von Baumaterial sein, vielleicht muss auch ein Gerüst oder ein Baufahrzeug neu aufgestellt werden. In jedem Fall kommen auf Dich als Bauherr enorme Kosten zu, die Du Dir während der Bauphase und in der Zeit danach ganz sicher gerne ersparen möchtest. Ganz nebenbei verzögert ein solcher Schaden auch den Baufortschritt, was in der Regel zu weiteren unerwarteten Kosten führt. Eine Bauleistungsversicherung kommt für solche Schäden auf.

Welche Risiken sind versichert?

Die Bauleistungsversicherung ähnelt einer Kaskoversicherung für Deine Baustelle. Sie ist eine Allgefahrendeckung. Das bedeutet, dass alle Schäden abgedeckt sind, die innerhalb der Bauphase an den gelagerten Baumaterialien, an Bauleistungen oder an fertiggestellten Bauteilen entstehen. Die Liste der potenziellen Schäden ist lang und sie lässt sich abschließend kaum definieren. Deshalb erstreckt sich die Allgefahrendeckung auf alle Schäden, die in diesem Zusammenhang auftreten können, solange die Regulierung im Versicherungsschutz nicht explizit ausgeschlossen ist.

Versichert werden natürlich Neubauten, aber auch umfassende Renovierungen oder Sanierungen von alten Bauwerken. Insbesondere die Sanierung von Altbauten kann eine sehr kostenintensive Angelegenheit sein, die einem Neubau an Aufwand nicht nachsteht. Bei solchen Bauten kannst Du zum Beispiel Schäden an Deinem alten Haus versichern, so weit die Bausubstanz betroffen ist. Selbst Arbeiten, die vorab nicht vorhersehbar waren, sind dadurch abzusichern. Bei dieser Absicherung handelt es sich um eine Ergänzung Deiner Bauleistungsversicherung, sie muss explizit in der Police vermerkt sein.

Welche Schäden sind nicht versichert?

Einige Schäden sind durch eine Bauleistungsversicherung nicht abgedeckt. Dazu gehören vor allem Schäden durch einen Brand, durch eine Explosion oder durch einen Blitzeinschlag. Diese Schäden fallen unter die Feuerrohbauversicherung, die Du als Ergänzung für Deine Baustelle abschließen kannst. Sollte Dein Bauunternehmer Insolvenz anmelden, kann das für Dich zu Mehrkosten führen. Sie sind ebenfalls nicht abgesichert.

Wovon hängen die Beiträge ab?

Die Kosten für Deine Versicherung sind von den Kosten Deines Bauvorhabens abhängig. Sie stehen also in einem direkten Zusammenhang mit der Bausumme. Dazu gehören alle Kosten, die bei Deinem Bau anfallen. Angefangen beim ersten Spatenstich bis zum Einzug. Bei der Ermittlung der Bausumme musst Du auch Deine Eigenleistungen einrechnen. Nicht dazu gehören die Erschließungskosten sowie der Anschluss Deines Hauses an die Kanalisation. Auch der Grundstückspreis ist bei den Kosten für Dein Bauvorhaben nicht anzusetzen.

Wie kannst Du den Beitrag reduzieren?

Gerade in der Bauphase hast Du sicher kein Interesse an hohen Versicherungsbeiträgen. Es gibt deshalb Möglichkeiten, Deinen Versicherungsbeitrag zu verringern. In erster Linie ist eine Selbstbeteiligung sinnvoll. Selbstbeteiligung bedeutet, dass Du im Schadensfall einen Teil des Schadens bis zur Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung aus eigener Tasche zahlst. Je höher Du den Eigenanteil ansetzt, desto niedriger ist natürlich Deine Versicherungsprämie. Die Höhe der Selbstbeteiligung soll aber nur so hoch angesetzt werden, dass Du sie im Fall eines Schadens auch wirklich zuverlässig selbst zahlen kannst.

Eine weitere Variante zur Reduzierung der Versicherungskosten ist der Vergleich der Preise. Wir helfen Dir gerne dabei, die Preise und die Leistungen für Deine Bauleistungsversicherung im Detail zu prüfen, damit Du die Versicherung findest, die optimal zu Deinem Bedarf passt.

Was ist im Schadensfall zu tun?

Wenn auf Deiner Baustelle ein Schaden passiert, musst Du ihn unverzüglich bei Deinem Versicherer anzeigen. Es ist sehr zu empfehlen, Fotos von dem entstandenen Schaden anzufertigen. Sie dienen Deinem Versicherer als Nachweis und sind auch für Deine Sicherheit sehr wichtig, denn Du belegst damit eindeutig, wie der Schaden aussieht. Vor allem bei einem größeren Schaden musst Du damit rechnen, dass ein Gutachter zur Beurteilung des Schadens auf Deiner Baustelle vorbei kommt. Unabhängig davon ist es aber wichtig, dass die Versicherung alle Informationen rund um den entstandenen Schaden so schnell wie möglich bekommt. Nur dann ist es auch möglich, dass sie innerhalb von relativ kurzer Zeit eine Leistung erbringt und dass Du mit dem Bau Deines Traumhauses weitermachen kannst. Ein Bauprojekt ist immer eine teure Angelegenheit. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob es sich um eine Sanierung oder um einen Neubau handelt. In der Bauphase kann es zu verschiedensten Schäden kommen, die Dich als Bauherrn in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Eine Bauleistungsversicherung schützt Dich zwar nicht vor den Schäden auf Deiner Baustelle, doch sie stellt Dich von den Kosten für die Regulierung frei. Deshalb ist eine gute Bauleistungsversicherung sehr zu empfehlen.

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