Die Wohnmobilversicherung: Das musst Du zum richtigen Schutz wissen

Mit einem Wohnmobil in den Urlaub zu fahren steht für Freiheit und Unabhängigkeit. Allerdings sind die großen Fahrzeuge eine teure Anschaffung. Ein Preis von mehreren 10.000 Euro ist üblich, je nach Ausstattung kosten hochwertige Modelle auch deutlich mehr. Eine Wohnmobilversicherung ist nötig, damit Du Dich und das Fahrzeug umfassend absicherst.

Wer braucht eine Wohnmobilversicherung?

Die Wohnmobilversicherung ist mit der Kraftfahrzeugversicherung zu vergleichen. Zu unterscheiden sind die Haftpflicht und die Fahrzeugversicherung. Die Haftpflicht ist eine Pflichtversicherung, ohne sie kannst Du Dein Wohnmobil nicht zulassen. Anders verhält es sich mit der Fahrzeugversicherung, sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Da es sich bei einem Wohnmobil aber um ein teures Fahrzeug handelt, solltest Du unbedingt überlegen, ob eine Kaskoversicherung nicht sinnvoll ist. Diese Versicherung deckt auch Schäden am Inventar Deines Fahrzeugs ab. Gerade die Innenausstattung macht bei einem Wohnmobil einen hohen Anteil an den Anschaffungskosten aus.

Welche Faktoren bestimmen den Preis?

Die Kosten für Deine Wohnmobilversicherung werden in erster Linie von Deinem gewünschten Versicherungsschutz beeinflusst. So spielt für die Haftpflicht die Deckungssumme eine Rolle. Auch Deine Schadensfreiheitsklasse ist ausschlaggebend. Diese Systematik kennst Du von der Kraftfahrzeugversicherung. Wenn Du Dich nur für eine Haftpflicht entscheidest, versicherst Du Dein Wohnmobil relativ günstig.

Allerdings ist es sinnvoll, über eine Kaskoversicherung als Ergänzung nachzudenken. Auch hier spielt Deine Schadensfreiheitsklasse eine große Rolle bei der Berechnung der Beiträge. Von besonderer Bedeutung ist wiederum das Inventar. Die Ausstattung musst Du bei der Berechnung der Versicherungsprämie angeben. Eine sehr teure Ausstattung führt naturgemäß zu einem höheren Preis für Deine Versicherung. Ohne Fahrzeugversicherung müsstest Du Schäden an der Innenausstattung allerdings selbst bezahlen. Im Fall eines Schadens kann das für Dich zu einer sehr kostspielige Angelegenheit werden. Deshalb ist eine Vollkaskoversicherung in vielen Fällen sehr zu empfehlen.

Welche Angaben sind für die Online-Berechnung wichtig?

Häufig kannst Du den Versicherungsbeitrag für Dein Wohnmobil online ermitteln. So verschaffst Du Dir eine erste Übersicht über den Preis, bevor Du Dich für eine Gesellschaft entscheidest. In den Online-Rechner gibst Du zum Beispiel den Neuwert des Fahrzeugs ein. Dabei musst Du das Mobiliar beachten, das fest eingebaut ist. Die Ausstattung wird bei einem Wohnmobil also meist viel teurer sein als bei einem normalen PKW. Das Baujahr wird bei der Berechnung ebenfalls erfragt. Die Art des Aufbaus ist für die Berechnung der Versicherungsprämie auch von Bedeutung. Wenn Du Dir unsicher bist, mit welchem Aufbau Dein Wohnmobil ausgestattet ist, solltest Du Dich vorab informieren, denn die Art des Aufbaus hat durchaus Einfluss auf die Höhe der Versicherungskosten. Die Anzahl der Fahrer und ihr Alter sind weitere Daten, die Du in den Online-Rechner eingibst. Die Prämie für einen jungen Fahrer ist höher, weil der Versicherer hier ein größeres Unfallrisiko vermutet. Hinzu kommen weitere Angaben wie die Anzahl der Jahre, die Du bereits schadenfrei fährst und die Höhe der Selbstbeteiligung, die Du bei einem Schaden selbst bezahlst.

Welche Unterschiede gibt es zur Kfz-Versicherung?

Die Wohnmobilversicherung ähnelt der Kfz-Versicherung in vielen Punkten. Allerdings dürfte sich die Höhe der Schäden bei Unfällen mit einem Wohnmobil unterscheiden. Ein Schaden an oder durch ein Wohnmobil ist aller Voraussicht nach deutlich höher als bei einem PKW. Das liegt vor allem an dem höheren Eigengewicht des riesigen Fahrzeugs. Wahrscheinlich versicherst Du Dein Wohnmobil nur als Zweitwagen, weil Du im Alltag mit einem normalen PKW unterwegs bist. Deshalb hat ein Wohnmobil meistens den Verwendungszweck, nur für Urlaubsreisen im Einsatz zu sein. Statistisch gesehen geht man außerdem davon aus, dass ein Wohnmobil seltener an Auffahrunfällen beteiligt ist. Das mag auch der geringeren Geschwindigkeit geschuldet sein, die ein Wohnmobil fahren darf. Diese Faktoren wirken sich zum Beispiel auf die Kalkulation des Beitrags aus.

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